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Planen

  • Sabine Steinmann
  • 5. Jan. 2024
  • 2 Min. Lesezeit

Die Feiertage liegen hinter uns und Sie konnten sich hoffentlich erholen. Bei einigen von Ihnen hat es weniger Ruhezeit gegeben, denn Sie haben einen Bus geführt, im Restaurant und Verkauf gearbeitet, Notfälle behandelt oder Sterbende gepflegt. Sie waren «eingeplant» und ich hoffe für Sie, dass der Stellenplan gut besetzt war.

 

Vor Kurzem wurde bekannt, dass das Kantonsspital Glarus (KSGL) 36 Vollzeitstellen abbaut. Der Kanton ist alleiniger Aktionär des KSGL und gemäss Gesundheitsgesetz für die «Sicherstellung der ambulanten und stationären Gesundheitsversorgung einschliesslich der Rettungsdienste» zuständig. Wir als Bevölkerung haben jahrelang einen Bausteuerzuschlag bezahlt und unterstützen das KSGL jährlich mit Steuergeldern.

 

Es kann darum nicht sein, dass die Leitung des KSGLs im Alleingang darüber entscheidet, dass Betten geschlossen werden und (z. T. auch darum) Personalabbau stattfindet. Denn solche Entscheidungen haben weitreichende Konsequenzen. Weniger Personal kann bedeuten, dass Leistungen nicht mehr in gleicher Menge oder in gleicher Qualität angeboten werden. Beides hat Auswirkungen auf die gesundheitliche Sicherheit der Bevölkerung. Es hat Auswirkungen auf die gesamte Versorgung (Hausärzteschaft, Therapien, Heime, Spitex, betreuende Angehörige). Und auf das Personal, das noch mehr an seine Grenzen kommt.

 

Das alles ist nicht im Sinne der SP. Wir haben Fragen. Im KSGL-Geschäftsbericht 2022, im Landrat (Juni 2023) und beim Pensionierten-Anlass (Oktober 2023) wurde informiert, dass man – trotz der Lohnerhöhungen und Ausbildungsoffensive – «auf Kurs» sei. Im November 2023 wird öffentlich, dass es zu Entlassungen kommt. Was ist geschehen? – Das KSGL ist aus der Spitalplanung Modell Ost ausgestiegen. Eine neue Spitalplanung wurde in Auftrag gegeben, die Resultate werden im Frühling 2024 erwartet. Was ist die Strategie bis dahin?

 

Gesundheit ist keine Ware, mit der man handelt. Wir wollen einen Plan, von dem wir alle Kenntnis haben, den wir mitgestalten und konstruktiv mittragen können.

 

Das Gesundheitswesen ist im Umbruch; es wird vermehrt ambulant behandelt. Aus Sicht der SP braucht das KSGL während dieses Transformationsprozesses Unterstützung durch den Kanton. Aber nur, wenn nicht schon jetzt Tatsachen geschaffen werden, die wir nur noch abnicken können. Deshalb möchten wir transparent diskutieren, welche Leistungen nicht nur anhand der Nachfrage und der Kosten, sondern auch der gesundheitlichen Sicherheit der Bevölkerung sowie der Belastungsgrenzen des Personals ausgerichtet werden.

 

Fürs neue Jahr wünsche ich Ihnen, dass Sie sich immer wieder einmal «ausplanen» – für fröhliche Stunden, die Ihnen viel Zuversicht für alles Kommende geben.

 
 

SABINE STEINMANN
SOZIAL UND BODENSTÄNDIG

Sabine Steinmann, Oberurnen

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