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Mehr Ressourcen fürs Wolfsmanagement

Aktualisiert: 6. Sept. 2023

An der heutigen Sitzung des Landrats habe ich mich aus sozialer Sicht für mehr Ressourcen im kantonalen Wolfsmanagement eingesetzt.


vom 1. März 2023 im audiovisuellen Archiv des Landrats des Kantons Glarus



Die SP-Fraktion empfiehlt Ihnen, das Postulat als erledigt abzuschreiben. Es ist der grossmehrheitlichen Fraktion und mir persönlich aber ein Anliegen, zu dieser Thematik etwas aus sozialer Sicht beizutragen.


Die Wolfspopulation hat sich in der Schweiz in den letzten drei Jahren verdoppelt. Das Wachstum ist exponentiell. Mit der Zahl der Wölfe steigt auch die Zahl der Übergriffe auf Nutztiere. Das ist für die betroffenen Bauern psychisch sehr belastend, weil sie für das Wohlergehen ihrer Tiere verantwortlich sind und ihren Schutz nicht mehr gewährleisten können. Geld hilft, die wirtschaftlichen Folgen abzufedern. Doch der Stress, dass man nie weiss, was man am nächsten Tag antrifft, ist sehr gross. Solche Arbeitsbedingungen machen krank.


Unsere Bauern sind die wichtigsten Player in der Versorgungskette. Wir sind als Gesellschaft auf sie angewiesen. Wir sind auch auf sie angewiesen, was die Biodiversität betrifft. Aber nur mit Geld und Druck von allen Seiten geht das nicht. Ich mache mir Sorgen, wie die Wolfsfrage die Gesellschaft spaltet. Wir haben miteinander in der Zukunft wichtige Probleme zu lösen. Wir brauchen den Dialog und wir brauchen dafür innovative und vor allem auch gesunde Bauern.


Der Wolf ist da; niemand will ihn ausrotten. Dass das niemand will, ist für mich ein Entgegenkommen der Wolfsgegner. Jetzt ist ein Entegenkommen der anderen Seite, dass sich die Wolfspopulation auf ein für alle erträgliches Mass einpendelt. Wenn ich lese, was in den Studien stehen, die in der Postulatsantwort erwähnt sind, dann sind das alles Massnahmen von einem reaktiven Wolfsmanagements – wie wir es jetzt haben, aber nicht genügend – zu einen proaktiven Vorgehen führen und begrüssenswert sind.


Ich frage mich: Wie soll das im Kanton mit den gleichen Ressourcen bewerkstelligt werden? Braucht es für einen nächsten Summer etwa eine personelle Aufstockung im Departement Bau und Umwelt? Oder eine zeitlich befristete Kommission? Für das Monitoring, Beschlüsse, zur Regulierung der Tier oder auch nicht, Entschädigungen, Rekurswesen, Zusammenarbeit mit den Bauern. Vielleicht kann uns dabei Herr Landesstatthalter eine Auskunft geben.


Danke.


Details zum Postulat der SVP-Fraktion «Regierungsrat muss beschleunigte Revision des Eidgenössischen Jagdgesetzes einfordern»




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