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Ein selig Geben und Nehmen

Aktualisiert: 24. Mai 2023

Gemäss einem Leserbrief soll die Pflege keinen Bonus erhalten, denn: Geben sei seliger als Nehmen. Die Bemühung eines Bibelspruches ist ein wohlbekanntes Mittel, die Pflegenden ruhig zu stellen – wurde ihr Beruf ja früher von den Nonnen ausgeübt.



Der Spruch steht im Zusammenhang mit der Ethik der Nächstenliebe und dem Gleichnis vom barmherzigen Samariter – und nicht mit Geld. Die Pflege ist gerade deswegen in Aufruhr, weil die Patientensicherheit leidet, was nachweislich zu einer höheren Sterblichkeit führt. Sie kann ihren «Samariter»-Auftrag nicht mehr genügend erfüllen. Es bleibt aber unbestritten, dass Geld in einer Leistungsgesellschaft wie der unsrigen eine Anerkennung für ausserordentlichen Einsatz bedeutet.


Geben ist seliger als Nehmen: Dieser Spruch hat mich sehr inspiriert! Gerne lasse ich mit Ihnen meine Gedanken dazu schweifen: Haben wir diese Aussage so verinnerlicht, dass es uns deswegen überaus schwerfällt, Hilfe anzuNEHMEN? Andere wiederum haben keine Mühe, ihren Anstand abzuGEBEN, wenn es um Bonuszahlungen geht.


Idee: GEBEN wir den Managern doch Gutscheine oder laden zum Brätelfest. Ihre Boni NEHMEN wir SELIG an uns und GEBEN sie denjenigen weiter, welche chrampfen und doch auf keinen grünen Zweig kommen.


GEBEN wir am 13.6. unsere Stimme für weniger CO2, sonst ruht die Erde oder zumindest wir Menschen bald SELIG. GEBEN wir unseren Kindern ein Trinkwasser, das nicht zu einem um 40 Prozent erhöhten Risiko für Hirntumore führt – wie in Landwirtschaftszonen im Zürcher Weinland festgestellt. NEHMEN wir Pestizide raus, damit Bienen ihre wichtige Aufgabe weiter erfüllen können. GEBEN wir den Bauern eine faire Entlöhnung für naturnah produzierte Lebensmittel.


NEHMEN wir Änderungen an diesem System vor. Machen wir uns gemeinsam auf den Weg und GEBEN nicht auf. Die Zeiten sind doch einfach langsam vorbei, wo Politik nach dem Grundsatz der Boxer betrieben wird, der da heisst: GEBEN ist SELIGER als NEHMEN.

Komen


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